Leben mit FASD
Selbsthilfe | Prävention | Schulung

Wir leben
mit dem Alkoholsyndrom.
Manche von uns sind selbst betroffen. Unsere Mutter hat während der Schwangerschaft Alkohol getrunken. Deshalb funktioniert unser Gehirn anders als bei anderen Menschen.
Das nennt man Neurodivergenz.
Manche von uns haben Kinder mit FASD in ihrer Familie.
Andere arbeiten mit Kindern und auch mit Kindern, die von FASD betroffen sind.
Wir alle wünschen uns, dass das Alkoholsyndrom bekannter wird und Betroffene die Hilfen erhalten, die ihnen zustehen.
Gleichzeitig arbeiten wir ganz aktiv in der Prävention. Denn FASD ist vermeidbar.


Wissen
Was ist FASD
Häufigste angeborene Hirnschädigung in Deutschland. Über 400 Folgeerkrankungen werden beschrieben. Nicht heilbar.

Erleben
Wie zeigt sich FASD
Äußere Merkmale, Hirn- und Organschädigung, Entwicklungsverzögerung, Verhaltensauffälligkeiten…
Es ist wichtig, so früh wie möglich eine Diagnose zu erhalten. Dann ist Hilfe besser möglich. Mehr dazu hier:

Perspektiven
Leben mit FASD
Es ist ein Abenteuer. Neurodivergente Menschen leben anders als andere. Vieles ist anstrengend, manche Entwicklungsschritte erfolgen sehr viel später als bei Altersgenossen oder gar nicht.
Aber: Sie sind begabt, fröhlich und ein Gewinn!
Alkohol in Lebensmitteln. Offen oder versteckt.
Hier weiterlesen.

Alkohol ist kein Tabu in Deutschland. Gefühlt? Jeder trinkt. Leider sind die Folgen des Alkohlgenusses häufig dann doch tabu.
Die dauerhafte Schädigung eines ungeborenen Kindes durch Alkohol (Fetal Alkocol Spectrum Disorder – Fetale Alkoholspektrumsstörung) ist immer noch zu unbekannt. Mittlerweile geht man von 2% bekannt betroffenen Kindern und Jugendlichen in Deutschland aus, die Dunkelziffer ist weit höher. Viele wissen gar nicht, weshalb ihr Leben nicht so gelingt, wie sie es sich wünschen.
Noch immer wird in jeder Stunde ein betroffenes Kind geboren. Dauerhaft geschädigt.
Betroffene Kinder, Jugendliche und Erwachsene müssen häufig in einem Umfeld klar kommen, das ihren Bedürfnissen und Möglichkeiten nicht entspricht. Unerwünschtes Verhalten ist die Folge…

Eine Selbsthilfegruppe bietet viele Möglichkeiten.
Die Treffen von Betroffenen und ihren (Pflege-)Familien ermöglichen einen geschützten Austausch, hochwertige Weiterbildungen führen fachlich weiter und eröffnen Perspektiven.
Öffentlichkeitsarbeit und Präventionsangebote sowie Schulung (auch von Fachkräften und Behörden) machen FASD bekannter und helfen, den Betroffenen einen angemessenen Raum zur Entwicklung zu geben.
Netzwerk unterstützt sich gegenseitig, fordert heraus und bringt alle Beteiligten voran.
Leben mit dem Alkoholsyndrom: Fetale Alkohol-Spektrums-Störung (Fetal Alcohol Spectrum Disorders)
Mittlerweile wird in Deutschland in jeder Stunde ein Kind geboren, das diese hirnorganische Schädigung hat. Alkohol ist die Droge Nr. 1 – leicht verfügbar und gesellschaftlich etabliert. Leider trinken auch schwangere Frauen Alkohol. Die Wirkung des zerstörerischen Zellgifts wird unterschätzt. Dabei kann 1 Glas schon zuviel sein.
Die empfindliche und komplexe Entwicklung des ungeborenen Kindes wird gestört. Eine Vielzahl von Folgeschäden sind nun möglich (über 400 Komorbiditäten werden FASD zugeordnet).
Unsere Angebote

Treffen
Wir treffen uns regelmäßig.
Kommen Sie gern einfach dazu!
Alle Themen und Fragen, die Sie mitbringen, sind hier richtig.

Input
Wir laden themenbezogen Fachkräfte ein, die uns unterstützen.
Ob Kita, Schule, Arbeitsamt, Therapeuten, Pädagogen oder die Frühen Hilfen – fundierte fachliche Informationen helfen uns und den betroffenen Kindern weiter.

Rat & Tat
Gern sprechen wir auch einzeln mit Ihnen über Ihr Anliegen. Wir kommen zu Ihnen oder Sie kommen zu uns – uns ist wichtig, dass Sie und Ihre Fragen ernst genommen werden.
Wir unterstützen Familien auch ganz praktisch. Denn jedes Kind kann sich gut entwickeln, wenn es den entsprechenden Schutz erhält.
Unterrichtsangebot
Wir kommen gern in Schulen für eine Unterrichtsstunde mit dem Programm „Blau im Bauch“.
Weiterbildungsangebot
Wir kommen gern zu Ihnen, wenn Sie mehr über FASD und den Umgang mit Betroffenen erfahren möchten.
Häufig führen Probleme in der Entwicklung und im Verhalten zu Gesprächsbedarf. Denn Kinder, die von FASD betroffen sind, verhalten sich auf Grund der veränderten Hirnstruktur besonders in Anforderungssituationen anders. Neurodivergent.
Sie sind Teil eines Lehrer- und Erzieher-Teams, arbeiten in einem Hort, einer Wohngruppe, treffen sich in einer Pflegeelterngruppe, sind als Therapeut, Ärztin… tätig?
Fragen Sie uns an!
…ganz herzlichen Dank nochmals für Ihren gestrigen Vortrag bei uns. Diese Dienstberatungen (15 bis 17 Uhr) sind nicht sehr beliebt bei den Kollegen. Oft werden diese Fortbildungen nur „abgesessen“. Gestern waren die meisten jedoch sehr aufmerksam und danach haben mir viele Kollegen gesagt, wie informativ und spannend sie Ihren Vortrag fanden. Dieses tolle Feedback gebe ich sehr gern weiter. Schön, dass Sie beide da waren!
I.S., Weinbergschule Schwerin
Meinungen…

Danke für die Unterstützung!

